Post aus Japan – Teil 1

Die Welt ist klein geworden. Ich habe mir vor kurzem ein Strickbuch bestellt. Soweit nichts besonderes. Via etsy, aus Japan. Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Und zwar hatte ich diesen Schal (Tokyo Shawl) hier bei ravelry entdeckt und fand den Look einfach toll. Zum einfach-so-nachstricken war es mir allerdings zu kompliziert und das Büchlein gibt auch noch ein paar interessante Anleitungen mehr her, also musste es das Buch sein.

Und irgendwie bin ich in meiner Strick-ravelry-Blase ganz naiv davon ausgegangen, dass das Buch auf englisch und japanisch ist, schließlich hatte ich mir auch einige fertige Projekte von Nicht-Japanerinnen angeschaut. Pustekuchen! Das Buch kam an und alles war voller Zeichen. Zum Glück sind auch ein paar Bilder und schematische Zeichnungen enthalten, so dass man sich ein bisschen was ableiten kann. Aber ohne irgendeine Art von Übersetzung werde ich damit nicht arbeiten können. Damit ist mein Feiertagsprogramm zwischen den Jahren also auch klar. ;)

Wie ich bei einer kleinen Recherche festgestellt habe, haben sich andere Strickerinnen allerdings auch schon – und teilweise auch sehr ausführlich – mit japanischen Strickanleitungen auseinandergesetzt. Man denkt sowas ja immer gar nicht so, aber Japan ist ein echt großer Markt, was Stricken angeht. Bisher bin ich mit Japan nur über die tollen „Drape, drape“-Bücher, in denen es allerdings ums Nähen geht, und das bilinguale Strickmagazin „amirisu“ in Berührung gekommen, aber es gibt offensichtlich noch sehr viel mehr zu entdecken. Auf jeden Fall habe ich bei tichiro ein PDF gefunden, in dem sie sich ausführlich mit einer japanischen Strickanleitung auseinandersetzt und irgendwie werde ich das damit auch hinbekommen.

By the way, bei meinen Recherchen bin ich auf eine weitere Buchempfehlung japanischer Art gestoßen, die es dann auch irgendwie auf verschlungenen Wegen in meinen Warenkorb geschafft hat – sobald das hier ankommt, gibt’s dazu auch noch weitere Infos.

Das verrückteste an der ganzen Geschichte ist für mich allerdings die Tatsache, dass das japanische Buch, was ich mir nun nach Deutschland habe schicken lassen, von Marianne Isager verfasst wurde, einer seit Jahrzehnten sehr bekannten und erfolgreichen Strick-Designerin mit eigenem Unternehmen (und eigenen Garnen) in und aus Dänemark. Und dieses Buch wurde von ihr exklusiv für den japanischen Markt produziert. Mittlerweile habe ich gelesen, dass sie seit einiger Zeit die eine Hälfte des Jahres in Tokio und die andere Hälfte des Jahres zuhause in Dänemark verbringt. Vielleicht hängt es damit zusammen.

Auf jeden Fall werde ich mich im Laufe des nächsten Jahres diesem Schal widmen und mir dann auch überlegen, aus welchem Garn ich ihn stricke. Mein Lieblingsprojekt auf ravelry verwendet eine Färbung namens „Sakura“ (=Kirschblüte) auf einer Lace-Qualität, die in Australien handgefärbt wurde. Sieht wahnsinnig schick aus, aber für handgefärbtes Garn aus Australien sind mir die Portokosten dann doch zu hoch, haha. Oder doch nicht? *irres Gelächter im Hintergrund* Aber es ist sowieso derzeit ausverkauft, also werde ich mir was anderes überlegen.

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